Rückersdorfer
Unabhängige Wähler

Wanderung 2012 über den Rothenberg zum Glatzenstein

Der Wettergott meinte es gut mit uns. Kurz zuvor noch schweißtreibende Temperaturen im Wechsel mit ungewöhnlicher Kälte. Doch am Wandertag, dem 29. April , gab es angenehme Temperaturen zum Laufen, leichte Bewölkung aber keinen Regen. Dementsprechend gutgelaunt begann der erste Anstieg an der Westflanke des Rothenbergs. Wir umrundeten den Berg im Süden und Osten , um dort auch nichts zu verpassen. An unserem Weg lagen die alte Skisprungschanze, die Pferdeschwemme der Festung und deren Friedhof.

An der Festung angekommen erwarteten uns eine Führung im Innern und ein Ausblick von den Bastionen bis weit ins Land. Nürnberg und Erlangen wurden von den Adleraugen der Wanderer mühelos entdeckt. Schon machte sich der Hunger bemerkbar, doch noch waren einige Schritte bis nach Rabenshof zu gehen.

Der Nachmittag begann frisch gestärkt mit einem Wanderabschnitt der besonderen Art. Am Talende, wo der Kersbach aus mehreren Quellbächen entsteht, herrscht meist noch völlige Stille. Deshalb verraten wir auch unsere genaue Route nicht. Aber so viel sei gesagt. Rotwild und Hasen, sowie ein Schwarzspecht waren die Höhepunkte einer ganzen Palette an Pflanzen und Tieren. Viele von uns konnten es gar nicht glauben, hatten sie eben auf dem Berg aus der Ferne, mit dem Zentrum der Metropolregion Nürnberg, ein Gebiet mit fast einer Million Einwohnern gesehen.

Der Aufstieg auf die Albhochfläche war schon anstrengend, aber wir genossen es und gingen etwas langsamer bergan.

Auf dem Weg zum Glatzenstein war auf der Frankenalb viel Zeit für Gespräche der Teilnehmer. Und so kam es denn auch, dass Andreas Ellner, der die RUW-Wanderungen alljährlich auskundschaftet und führt, doch glatt einen Abzweig im Wald verpasste. Dort ging es nach kurzer Wegstrecke aber bergab - und das konnte nicht sein. Wir wollten ja den Glatzenstein erklimmen.

Das ist uns dann natürlich noch gelungen und wurde mit einem Gipfeltrunk belohnt. Auch schon Tradition war an dieser Stelle der Gedankenflug in die Urzeit. Die Süßwassermolasse mit ihren Riffen aus der Jurazeit regte unsere Phantasie an. Auch der Ausblick vom Glatzenstein war der Mühe wert gewesen. Der Abstieg nach Weissenbach fiel uns nicht mehr schwer, wartete dort doch Kaffee und Kuchen auf uns.

Der hat so gut geschmeckt, dass wir wohl etwas zu spät zur letzten Etappe aufgebrochen waren. Kurz vor Schnaittach hörten wir das Hupen unseres Zuges, der schon gen Nürnberg fuhr.

Manchmal ist es eben doch gut, dass Einige mit dem Auto da waren. So kamen wir alle noch pünktlich wie geplant wieder zuhause an.

Alle Leser dieser Zeilen sind herzlich eingeladen zur nächsten Geschichts-Natur-Wanderung im Frühjahr 2013. Wir freuen uns schon auf Sie! Sobald der Termin fest steht, können wir sie gerne informieren.

Andreas Ellner
RUW - Rückersdorfer Unabhängige Wähler
andreas@familie-ellner.de

 

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