Rückersdorfer
Unabhängige Wähler
Rückersdorfer Wald

Unser Wald darf nicht nur als Wirtschaftsgut verstanden werden, sondern soll auch ein Refugium für Erholung, Sport und Freizeitspaß sein, in dem die Natur im Gleichgewicht bleiben muss.

Die RUW wird sich im Sinne unseres ehemaligen Försters Helmut Reingruber dem Thema Wald wie auch in den Jahren zuvor weiter verstärkt annehmen. Helmut Reingruber hatte es in den Jahrzehnten seines Wirkens im Forst geschafft, aus unseren Kiefernmonokulturen im Reichswald einen artenreichen Mischwald entstehen zu lassen.
Das bayerische Waldgesetz gab dazu die Leitlinie, nach der ökonomische, ökologische und soziale Komponenten der Waldbewirtschaftung gleichberechtigt und im Einklang sein müssen.
Zu Lebzeiten von Helmut Reingruber war sein Wald ein Vorzeigeobjekt für Forstleute und Politiker.
Nach der bayerischen Forstreform der letzten Jahre ergab sich aber speziell im Bereich der von der Staatsforstverwaltung bewirtschafteten Flächen ein Wandel, hin zu einer stark am wirtschaftlichen Erfolg ausgerichteten Politik.


Eine Verletzung des im Forstgesetz verankerten Prinzips der Nachhaltigkeit, bestätigen uns immer wieder Forstfachleute, ist eine Berechnung des jährlichen Zuwachses an Holz, bei der wissentlich auch später nicht nutzbare Anteile des Holzes mit eingerechnet werden.  

Die Folgen für den Wald in Rückersdorf sind für Wanderer und Radfahrer offenkundig.

Breite Rückegassen alle 20 m für die großen Erntemaschinen und Waldwege mit grobem Schotter für das schwere Gerät bieten keinen Wald in dem sich bequem laufen lässt und der sich von den geschlagenen Wunden wieder natürlich erholen kann.
 

Für die Erhöhung des Aufwuchses sind schnell wachsende Holzarten wie die Fichte gefragt. Dagegen stehen aber die längerfristigen Auswirkungen eines Temperaturanstiegs auf die bayerischen Wälder als Folge des Klimawandels.
So wird damit gerechnet, dass die Fichte, ein Flachwurzler mit einem Anteil von 45% des Baumbestandes in Bayern bis zum Jahr 2030 wohl aussterben wird. Es müssten daher heute dringend Vorkehrungen getroffen werden, um Bäume mit hoher Wärmetoleranz, wie Buchen und Weißtannen anzupflanzen.
Diese Baumarten haben aber geringere Ertragsbilanzen als die Fichte. Daher kommt der dringend gebotene Umbau des Waldes hin zum Mischwald aus ökonomischen Gründen nicht genügend weiter voran. Die RUW appelliert daher im Einklang mit Forstfachleuten und dem Bund Naturschutz in Bayern an alle Bürger, die Augen offen zu halten und Verstöße gegen Nachhaltigkeitsgebot und Waldgesetz anzuprangern. Bei der RUW finden Bürger auch dafür ein offenes Ohr. Für uns wird das Thema Waldpflege und Waldschutz im Gemeinderat ein besonderes Anliegen bleiben.
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